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OPEN - EXPO

6. Februar - 28. Februar 2026

TUFA Kultur- & Kommunikationszentrum Trier, Wechselstr. 4-6

marcus kaiser
OPERNFRAKTAL / LINEARE LANDSCHAFTEN

marcus kaiser

Marcus Kaiser hat 2015 als Artist in Residence des OPENING-Festivals während der Ausstellung „opernfraktal/spinozawucherung“ im Ausstellungsraum der Tufa gelebt. Die Installation war durch ineinander verschränkte Zeit und Raum Zyklen als Lebensraum strukturiert, vom Schlafen und Kochen bis zu täglichen Konzerten.
Der Ausstellung „opernfraktal/lineare landschaften“ liegt dagegen eine eher lineare Struktur zugrunde.
Linien, Haufen und Stapel in denen einzelne Stränge der Arbeiten Kaisers ausgebreitet werden.
Arbeiten die über lange Zeiträume entstehen, meist durch regelmässige, auch alltägliche Tätigkeiten, bezogen auf die individuelle Lebenszeit.
Ein Nebeneinander- oder besser ein Gegenüber-stellen. Eine Liste, Listen, ein Line Up. Lineare Landschaften. Für sich gesehen geschlossene Systeme. ovovivipar. autopoietisch. Ganz eigen und doch eingebettet in die unendlich verschränkten Blasen der Lebenswirklichkeiten.

„alles was dauert klingt“


Finissage: 28. Februar

Samstag | 28. Februar | 18:00 | TUFA 2. OG
KONZERT in der Ausstellung

SPINOZAWUCHERUNG / UNTERHOLZ

Marcus Kaiser / Cello
Germaine Sijstermans / Bassklarinette

19:00 Uhr - FÜHRUNG durch die Ausstellung mit Marcus Kaiser

19:30 Uhr - GESPRÄCH und Austausch mit Marcus Kaiser,
Moderation: Thomas Rath

„spinozawucherung/unterholz“ ist ein Werkkomplex im übergeordneten „opernfraktal“.
Dieser wächst seit 2006 von Aufführung zu Aufführung und von Ort zu Ort und verändert sich dabei in den verschiedenen Kontexten, sammelt Material, erodiert.
In der Ausrichtung „spinozawucherung“ ist das Material für eine instrumentale und konzertante Realisation gruppiert, in der Version „unterholz“ mit Videoprojektionen und elektronischen Aufzeichnungen verweben sich vergangenen Aufführungsschichten mit Gegenwärtigen.Im Spannungsfeld dieser Zustände, vergleichbar mit Evolution und Coevolution, entwickelt sich das Stück im Lauf der Zeit.
Beim Konzert in der Ausstellung opernfraktal / lineare Landschaften werden Bassklarinette und Cello in einen sehr leisen und zarten Dialog mit der „Landschaft“ und untereinander treten.


INTERMEZZI 2026

not everything that glitters is gold

INTERMEZZI - Reihe für zeitgenössiche Musik

Veranstaltungen der Gesellschaft für Aktuelle Klangkunst Trier e.V. in Kooperation mit der der Europäischen Kunstakademie Trier
 
Zwischen den beiden Weltkriegen von den goldenen Zwanzigern zu sprechen wirft die Frage auf: ist alles Gold was glänzt? Hat sich in dieser Zeit nicht vorbereitet, was später zur größten Katastrophe führte: der 2. Weltkrieg und seine Folgen, allem voran der Holocaust? Es stellt sich die Frage nach dem Menschen, seiner Würde, seiner Freiheit, seiner Souveränität.
Die Kunst der 20er im weitesten Sinne hat ihre besonderen Wege genommen. Durch die Erweiterungen der Tonsysteme, der Malerei, Plastik und neue Kunstgattungen wurden Keime gelegt für ihr vielfältiges, Grenzen überschreitendes und sprengendes Erscheinen im gesamten 20. Jahrhundert.
Das heutige gesellschaftliche wie politische Leben ruft ein Erinnern wach an diese Zeit. Auch hier, im 21. Jahrhundert sucht und fragt Kunst in ihrer Umsetzung nach den Bezügen zur stattfindenden Wirklkichkeit, die nach 100 Jahren eine verblüffende Ähnlichkeit aufzeigt.
In der Reihe Intermezzo 2026 in der Kunsthalle Trier soll in 3 sehr unterschiedlichen Konzerten Bezug genommen werden durch ein weltübergreifendes Celloprojekt, eine multimediale Zeichen- und Stimmperformance die nach dem Lebenstrieb fragt und einem Liederabend der den Verlorenen eine Stimme gibt.


intermezzo 41

FLOW SKETCHES

Sa. 13. Juni 22:00 Uhr | Kunsthalle Trier / EKA – Europäische Kunstakademie

Klaus Maßem - Zeichnung
Silvia Sauer – Stimme

Eine Zeichenperformance mit Pinsel in schwarzer Tusche auf Papier und eine Stimmimprovisation

Der Zeichenprozess ist eine anhaltende Reaktion des Zeichners Klaus Maßem auf die Stimme von Silvia Sauer. In der Performance treibt und beeinflusst die Stimmkünstlerin u.a. durch Rhythmik, Klangfarbe, Akzentuierung den Zeichenprozess. Die spontane und intuitive fortlaufende Tuschlinie als fließendes, schöpferisches Ereignis.

Es ist die zeichnerische Thematisierung des Existenz- und Lebenstriebs der Natur auf einer Papierrolle mit den Maßen 100 cm x 12000 cm.

Der Zeichenprozess wird mit Video-Kameras aufgenommen und mit einem Beamer auf eine Leinwand projiziert.

 

intermezzo 42

INSIDE - CELLOMONDO

SA. 30. Mai 20:00 Uhr | Kunsthalle Trier / EKA – Europäische Kunstakademie

Katharina Gross - Violoncello

Katharina Gross fragt in ihrem Projekt CELLOMONDO (junge) KomponistInnen aus verschiedenen Ländern der Welt, Werke für Cello solo oder für Cello und Elektronik zu schreiben. Die KomponistInnen kreieren Werke, die sowohl in den Reichtum ihrer Herkunft als auch in die reichhaltigen Ausdrucksmoglichkeiten auf dem Cello eintauchen.

Das Cello ist ein Instrument, welches der menschlichen Stimme sehr nahe kommt. Ein Instrument, das mit dem Publikum intensiv kommuniziert und die Individualitat der Komponisten besonders gut auszusprechen und zu transportieren vermag.

Die Cellistin hat mit Cellomondo sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, Cello-Werke von mindestens zwei KomponistInnen aus jedem Land der Welt zu realisieren. Sollte dies dies gelingt, werden 388 (oder mehr!) neue Stücke entstehen.

2024/25 feierte CELLOMONDO sein 10-jähriges Jubiläum. In ihrem Konzert präsentiert sie die vierte Ausgabe/CD unter dem Thema „Inside“ mit Werken von Kate Moore (Australien/ Niederlande), Cecilia Arditto Delsogolio (Argentinien), Seung-Won Oh (Südkorea), Gerhard Stäbler (Deutschland) und Kunsu Shim (Südkorea).


intermezzo 43

FREMDER VOGEL -
Lieder und Musik der Verlorenen


3. Oktober 20 :00 Uhr | Kunsthalle Trier / EKA – Europäische Kunstakademie

Einat Aronstein - Sopran

Oded Geizhals - Schlagzeug

Die Sopranistin Einat Aronstein und der Schlagzeuger Oded Geizhals präsentieren ein Programm mit Solo- und Duostücken, die sich mit Fremdheit, Verstörung und Vielseitigkeit befassen, von den Komponisten Richard Strauss, Hanns Eisler, Luciano Berio, Georges Aperghis, Oded Geizhals und John Yu.

Die jungen, sehr erfahrenen Musiker sind beide in Israel geboren und konzertieren weltweit. Aus ihrem jüdischen Hintergrund stellen sie sich gerade jetzt die Frage nach ihrem Sein in dieser aufgeschreckten, dramatisch sich zeigenden Welt.

Programm:
Hans Eisler (1898 - 1962) - Über den Selbstmord, Erinnerung an Eichendorff und Schumann, Der Pflaumenbaum
John Yu (*1988) - Folding
Richard Strauß (1864- 1949) - Drei Lieder der Ophelia Op. 67
Luciano Berio (1925 - 2003) Sequenza III für Stimme

Oded Geizhals (*1990) Fremder Vogel

Georges Aperghis (*1945) - Pub 1+2