GESELLSCHAFT FÜR AKTUELLE KLANGKUNST Trier

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intermezzo 25

So. 21. Januar 2018 11:00 Uhr Contemporaneum
Oberbillig Lerchenweg 26

CASSANDRA
musik für stimme, schlagzeug und tonband
gerhard stäbler / stimme
sakiko idei / schlagzeug



Das Werk Cassandra verdankt sich Gerhard Stäblers jahrelanger Beschäftigung mit dem mythologischen Kassandra-Stoff. Die literarische Adaption durch Christa Wolfs Erzählung „Kassandra“ gab ihm entscheidende Impulse für die kammermusikalischen „Kassandra-Studien“, die Oper „CassandraComplex“ und die Tanztheater-musik „Cassandra“. Als autonome Musik ist „Cassandra“ seine klangliche Antwort auf die Frage, die von der mythologischen Gestalt Kassandra bis heute aufgegeben ist: Wann Krieg beginnt, das kann man wissen, aber wann beginnt der Vorkrieg...

Sakiko Idei wurde in Okayama (Japan) geboren. Sie absolvierte ein Masterstudium im Fach Schlagzeug bei Tsuyoshi Yamamoto an der Kyoto City University. 2007 kam sie nach Deutschland und studierte bis 2009 bei Isao Nakamura an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe. Sie musiziert als Solistin sowie in zahlreichen Orchestern und Ensembles in Deutschland, Japan, Luxemburg, Schweden und in der Schweiz. Seit 2009 ist sie Lehrbeauftragte für Schlagwerk an der Musikschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich.

Gerhard Stäbler zählt zu den profiliertesten Komponisten seiner Generation belegt durch eine ganze Reihe von nationalen und internationalen Ur- und Erstaufführungen. Gastspielreisen führten ihn als Komponist, Lehrer und Performancekünstler in zahlreiche Länder. Außerdem gestaltet er Performancekonzerte u.a. bei der Documenta in Kassel und beim opening Festival in Trier. Er leitet mit Kunsu Shim den EarPort im Duisburger Innenhafen als Ort fur experimentelle Musik und Begegnung zwischen den Künsten.
              
Eintritt frei, um Anmeldung unter 06501 12297 oder per Email unter klangkunst.trier@t-online.de wird gebeten
 

OPENING 18  

Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst

16.-18. Febrauar 2018 TUFA Trier


Alte neben neue, westliche neben östliche, komponierte neben improvisierte Musik zu stellen ist im kommenden "Internationalen Festival für Aktuelle Klangkunst" OPENING 18 zentraler Leitgedanke des umfangreichen und breit gefächerten Programms.

Über 30 Musiker, Komponisten und Klangkünstler gestalten an 3 Tagen mit 10 Konzerten, einer Klangkunstausstellung sowie 2 zusätzlichen Gesprächskonzerten für SchülerInnen einen Brückenschlag in die aktuelle, zeitgenössische Klangkunst mit mindestens 6 Uraufführungen, davon 1 Auftragswerk des Festivals und deutschen Erstaufführungen.

Die so geschaffenen Begegnungsräume für neue, ungewöhnliche wie fremdartige Musik- und Klangerlebnisse aber auch bekannte, scheinbar vertraute Klassiker alter wie neuer Zeit waren von Anfang an die erfolgreichen Anziehungskräfte dieses Festivals in einer "Provinz", in der sich neue Klangkunst üblicherweise eher schwer tut.

So finden sich darin beispielsweise ein Konzert für "Querhörer", indem auch Jimi Hendriks eine Rolle spielt, ein musiktheatralisches Werk "Ein Zimmer für sie allein" um Francesca Caccini, eine Komponistin der Barockzeit, "Diwan des Feueropal" eine in der arabischen Welt vielfach bekannten, musikalisch ummalten Legende , ein Markstein und Klassiker Neuer Musik der 60er Jahre "Pole für 2" von Karlheinz Stockhausen, ein Streichquarttet mit Musik des Koreaners Kunsu Shim, den Klassikern Moderner Musik: Anton Webern und Morton Feldman, der Klavierzyklus : "Makrokosmos" von George Crump oder auch das deutsch libanesiche Improvisationsduo Sharif Sehnaoui und Joss Turnbull. Letzterer wird neben anderen die Schülerworkshop-Konzerte bestreiten, die sich in der Form der letzten Jahre, nämlich die Schüler in Ihren Klassen zu besuchen, als sehr erfolgreich etabliert haben.

Die Klangkunstausstellung des deutsch-ägyptischen Performance- und Video-Duos Christoph Nicolaus und Rasha Ragab zeigt noch einmal den internationalen Status des Festivals und gleichzeitig die Vielfarbigkeit des eigentlichen Anliegens: Klangkunst aus verschiedensten "Himmelsrichtungen" erfahrbar und verständlich zu machen.

Letztlich ein Beitrag die Welt global, heißt grenzüberschreitend auch musikalisch zu erfassen und damit der Gewalt etwas entgegenzustellen. Die Worte Leonard Bernsteins könnten ein Motto sein: "This will be our reply to violence: to make music more intensely, more beautifully, more devotedly than ever before."


http://www.opening-festival.de >>


OPEN-EXPO  Klangkunstausstellung

Freitag | 16. Februar – 9. März | TUFA Trier 2.OG |

Vernissage 16.2.2018 18:00 Uhr


Christoph Nicolaus zeigt Langzeitwerke, die durch eine Beschränkung auf wenig, präzis bestimmte Gestaltung eine unendliche Welt an Verschiedenheit offenbaren: Videoaufnahmen von Flussläufen (seit 1998) und um Sonnen-Zeichnungen (seit 2001). Sie ermöglichen die Erfahrung sinnlicher Stille und innerer Weite...

Rasha Ragab knüpft an die mystische Dichtkunst der Sufi und die vorislamische Tradition an, die besten Gedichte mit goldener Farbe an die Kaaba in Mekka zu schreiben. Ein schwarzer Kubus mit Gedichtversen arabischer Sprache in Goldfäden gestickt. Der Kubus ist betretbar. In seinem Inneren herrscht der Duft der Leere...

garonne • für sich

Donnerstag | 8. März | 23 – 24:00 Uhr | und in der Nacht von
Freitag auf Samstag | 10. März | 00:00 - 1:00 Uhr| TUFA 2.OG


Christoph Nicolaus und Carlo Inderhees
Ein konzeptionelles Kunst- und Musikwerk
Marcus Kaiser - Violoncello
 
„garonne • für sich“ ist ein konzeptionelles Kunst- und Musikwerk , das durch eine globale Zeitstruktur bestimmt ist. Die einzelnen Stücke folgen im Abstand von 25 Stunden aufeinander.
 
Im Rahmen seiner Video-Plastik „garonne“ zeichnet Christoph Nicolaus seit den 90er Jahren Flüsse in der ganzen Welt auf, indem er seinen Fokus auf einen Ausschnitt des sowohl auf- wie abwärts strömenden Wassers richtet.
 
„für sich“ für Violoncello ist ein von Carlo Inderhees 1997 komponierter Zyklus von 24 jeweils einstündigen Cello-Soli, in dem Klang mit Stille gleicher Länge abwechseln.
 

Finnisage: Gespräch und Konzert


Freitag | 9. März | 18 Uhr | TUFA 2.OG

NUR DU UND DIE SONNE
Christoph Nicolaus
Sitze in Kairo am 16. 05. 2017 und mache eine Sonnenzeichnung

Ein Stück einer Serie für Steinharfe, Video + Fieldrecording, eine Sonnenzeichnung und beliebig viele Mitspieler

Christoph Nicolaus – Steinharfe
Marcus Kaiser- Violoncello
Bernd Bleffert – Sand
Thomas Rath - Gitarre
Rasha Ragab
u.a.

"Sonnenzeichnungen” von Christoph Nicolaus entstehen seit 2001 indem er die Lichtstrahlen der Sonne mit einer Lupe zu einem Brennpunkt bündelt und diesen freihändig in geraden Linien über das Blatt führt und einbrennt. Die Unterschiedlichkeit der einzelnen Blätter ergibt sich durch Sonnenstand, Himmelseintrübungen, sowie durch leichte Bewegungen der die Lupe führenden Hände.
 
Die Videos, am gleichen Ort entstanden wie die Sonnenzeichnung, zeigen ein in den Himmel ragendes Hochhaus, die unscharfe Spitze einer Moschee und schemenhaft im Dunst, die Pyramiden von Gizeh.

Das Fieldrecording entstand aus dem Straßenlärm Kairos und vereinzelten Gebetsrufen der Muezzin umliegender Moscheen.


http://opening-festival.de/18.html#OPEN-EXPO >>